Es dürfe jetzt nicht darum gehen, das eine "Haar in der Suppe" oder das "kleinste Schlupfloch" zu suchen, sagte der CSU-Vorsitzende Markus Söder in München vor der Sitzung des Parteivorstandes.
Die Menschen sollten sich "einfach noch mal bewusstmachen, wie ernst die Lage ist".
Diese Ernsthaftigkeit der Lage ergebe sich aus der steigenden Zahl der Corona-Todesfälle: "Ich bin nicht bereit, das einfach so hinzunehmen." Deshalb habe man reagieren müssen.
Coronavirus in Bayern
Söder erläuterte auf Nachfrage, was sich mit den Änderungen ab Mittwoch ändert im Vergleich zum bisherigen sanften "Lockdown": Der ab diesem Mittwoch geplante "Lockdown" sei der gleiche wie im Frühjahr, mir nur zwei Ausnahmen.
Man dürfe nun einen Hausstand treffen und nicht nur eine Person wie noch im Frühjahr. Zum anderen seien auch nach den geplanten Verschärfungen mehr Geschäfte geöffnet, während im Frühjahr nur Lebensmittel- und Drogeriemärkte sowie Apotheken geöffnet hatten, erläuterte der CSU-Chef.
Söder hatte nach einer Sondersitzung des Kabinetts einen Zehn-Punkte-Plan bekanntgegeben. Die darin enthaltenen Verschärfungen der Anti-Corona-Maßnahmen würden ab diesem Mittwoch in Kraft treten, falls der Landtag am Dienstag zustimmt, und sollen bis einschließlich 5. Januar gelten.
Ausnahmen gebe es nur noch für Weihnachten vom 23. bis 26. Dezember. An diesen Tagen dürften sich bis zu zehn Personen treffen - Kinder unter 14 zählen nicht mit zur Gesamtzahl. An Silvester dürften sich demnach höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten treffen.