München (epd). Bayerns Bäume sind im Hitzestress. Überall sei im Moment zu beobachten, wie die Blätter an den Bäumen braun und schließlich abgeworfen werden, teilte der Bund Naturschutz (BN) Bayern am Mittwoch mit. Das sei eine Folge der anhaltenden Trockenheit. "Die derzeitigen Hitze- und Trockenphasen sind extrem. Nicht nur Menschen, Tiere und die Landwirtschaft leiden, sondern auch unsere Bäume", sagte der BN-Vorsitzende Martin Geilhufe. Insbesondere an den Birken könne man dies fast überall in Bayern sehen.

Bei extremer Hitze werde die Verdunstung über die Blätter so hoch, dass der Baum den Wasserverlust nicht mehr ausgleichen kann. Dann schalte er auf Sparmodus und werfe Laub ab, um Stamm und Wurzeln zu schützen. Um den Bäumen zu helfen, forderte der BN die Bayerische Staatsregierung zum schnellen Handeln auf. "Dazu gehören vor allen Dingen Anstrengungen für einen gesunden Wasserhaushalt: Flächen müssen entsiegelt, Moore und Auen wiederhergestellt und die Wälder in Mischwälder umgebaut werden", sagte Geilhufe. Das verbessere den Wasserrückhalt in der Fläche und führe dazu, dass die Böden nicht so schnell austrocknen.

Bei manchen Bäumen hilft gießen

Um einzelne Bäume, beispielsweise im eigenen Garten oder junge Straßenbäume vor der Haustür, vor dem Tod zu bewahren, sei es unter Umständen sinnvoll, sie zu gießen, heißt es. Am besten verwende man dafür Regenwasser oder sauberes Brauchwasser. Statt täglich kleine Mengen zu verteilen, sei es besser, ein- bis zweimal pro Woche morgens oder abends durchdringend zu wässern. Junge Bäume benötigten etwa 50 Liter. Bei stark ausgetrocknetem Boden helfe es, zunächst eine kleinere Wassermenge vorzulegen und anschließend gründlich nachzugießen, damit das Wasser richtig einsickern kann.